Die ältesten Praterfamilien (ein Auszug)

 

„Für mich liegt die Bedeutung der Praterfamilien darin, dass sie der Garant dafür sind, dass der Prater kein Vergnügungspark im international üblichen Sinn ist, sondern ein Stück lebendiger Wiener Geschichte. Eine Unternehmerfamilie, die 100 oder 150 Jahre und länger mit dem Prater verbunden ist, hat zwangsläufig eine viel engere Beziehung zu diesem Ort. Für sie ist der Prater nicht nur Geschäft, sondern auch Familiengeschichte, Kontinuität und Tradition.“

Ursula Storch, Kuratorin Pratermuseum

 

1795 Sebastian von Schwanenfeld
Praterzauberer und Taschenspieler
1830 Basilius Calafati
Ringelspiel „Zum großen Chineser“
1847 Familie Barth
Narrenpalast, erste Spielhalle
1851 Familie Nebosis/Steindl
Ringelspiel, Kasperltheater und Schaukeln
1871 Familie Pils/Holzdorfer 

erstes Fahrradkarussell, erstes Autokarussell, erstes Autodrom, erste Geisterbahn, Schleuderbahn, Meierei

1865 Familie Pilz
erste elektrisch betriebene Grottenbahn „Zum Walfisch“
1866 Familie Schaaf
Panoptikum, Kino, Rudersport- und Aeroplankarussell
1871 Familie Präuscher
Präuschers Panoptikum und Anatomisches Museum
1871 Familie Pretscher
Grottenbahn „Zum Lindwurm“, Schnellphotographie
1872 Familie Prohaska
Restaurant Prohaska (spezialisiert auf Krebsessen)
1873 Familie Münstedt
Hippodrom, ab 1902 Palast Kino
1875 Familie Kobelkoff
Rumpfkünstler, Manège Parisienne und erster Toboggan
1876 Familie Domansky
Restaurant mit Tanzsaal
1887 Familie Reinprecht
erstes Wiener Ponny-Caroussel
1895 Familie Leicht
erstes Varieté im Prater „Varieté Leicht“ und Gaststätte
1895 Familie Kern/Waldmann
Ringelspiel, 1903 Kern Kino
1897 Familie Feigl
Weltschau (mit „bestem“ Rekommandeur der Schaubühnen)
1911 Familie Quoika/Padilla
Kettenkarussell, Schaukeln und Schießstätte
1920 Familie Kolarik
Schweizerhaus
1921 Familie Kolnhofer
Gasthaus „Goldene Weintraube“
1926 Familie Janiczek
Restaurant „Zum wilden Mann“
1933 Familie Molzer
Hotel Misteriös